Glück entsteht oft in den kleinen Momenten des Alltags – nicht nur durch große Erfolge, den nächsten Urlaub oder die Gehaltserhöhung.
Gerade Menschen, die täglich mit Menschen arbeiten, wissen, wie fordernd, emotional intensiv und zugleich erfüllend ihr Beruf sein kann. Zwischen Gesprächen, Verantwortung und Erwartungen bleibt oft wenig Raum, um selbst innezuhalten.
Doch genau hier liegt ein entscheidender Schlüssel für die eigene innere Stärke: im bewussten Wahrnehmen der positiven Momente. Vielleicht beginnt innere Stärke nicht im Durchhalten – sondern im bewussten Wahrnehmen dessen, was bereits gut ist.
In diesem Artikel erfährst du, was der Glücksquotient aus der Positiven Psychologie bedeutet, warum kleine „Seifenblasenmomente“ so kraftvoll sind und wie du mehr Glück im Alltag ganz bewusst fördern kannst – mit einfachen Impulsen, die sich leicht integrieren lassen.
Was ist der Glücksquotient?
Barbara Fredrickson, eine der führenden Forscherinnen der Positiven Psychologie, hat den Begriff des Glücksquotienten, oder Positivity Ratio geprägt.
Ihre Forschung zeigt: Damit wir im Leben wirklich gedeihen bzw. aufblühen, braucht es ein Verhältnis von etwa 3:1.
Das bedeutet: Auf eine unangenehme Emotion sollten idealerweise drei angenehme Emotionen folgen, um den negativen Sog auszugleichen. Damit schenken wir unserem inneren Erleben einen positiven „Aufschwung“. Es entsteht Wachstum.
Dabei geht es nicht darum, unangenehme Gefühle zu vermeiden. Niemand möchte mit einer rosaroten Brille durchs Leben gehen. Schwierige Emotionen gehören dazu – so wie Ebbe und Flut zusammen das Gleichgewicht halten: Ebbe alleine trocknet aus. Flut alleine überschwemmt das Land.
Genau deshalb ist es besonders hilfreich, den positiven Momenten, den angenehmen Emotionen, genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Sie stärken uns und unsere Wahrnehmung. Sie sorgen für mehr inneres Gleichgewicht und nähren unsere emotionale Widerstandskraft.
Warum wir die schönen Momente so leicht übersehen und weshalb unangenehme Emotionen genauso wichtig sind!
Unser Gehirn ist evolutionsbedingt darauf ausgerichtet, Gefahren schneller wahrzunehmen als Positives. Dieses sogenannte Negativity Bias sorgt dafür, dass unser Fokus besonders stark auf negative Erlebnisse gerichtet ist – ein Mechanismus, der früher unser Überleben sicherte. Dieser Effekt verstärkt sich noch, wenn unser Nervensystem in einem hohen Arousal- oder Erregungszustand ist. Viele von uns sind im Alltag so beschäftigt, dass wir kaum noch unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen – geschweige denn spüren, was uns guttut.
Oft höre ich in meinem Coaching-Alltag: „Tolles Thema, aber dafür habe ich wirklich keine Zeit.“ Zwischen To-do-Listen, Terminen, Verantwortung und dem ständigen Tempo scheint nur wenig Raum für uns selbst zu bleiben.
Barbara Fredrikson schreibt dazu in ihrem Buch „Die Macht der guten Gefühle“ Folgendes:
„Wir stecken so tief in der Tretmühle, dass wir nicht mehr in der Lage sind, das Gute in der Welt wahrzunehmen, jene Wunder, die uns berühren um innerlich zu wachsen.“
Genau hier setzt der Gedanke des Glücksquotienten an. Wie gelingt es uns in unserem turbulenten Alltag, unseren Blick gezielt auf die Dinge zu richten, die uns dankbar, zufrieden, stolz, entspannt oder uns verbunden fühlen lassen? Diese kleinen Momente mit einer absolut großen Wirkung.
Innere Balance und Klarheit für deine Bedürfnisse – Grundlage für deinen Glücksquotienten
Gerade Menschen, die täglich mit anderen arbeiten, sind es gewohnt, den Fokus nach außen zu richten. Sie hören zu, begleiten, unterstützen, tragen Verantwortung.
Dabei gerät leicht in Vergessenheit: Du bist genauso wichtig wie die Menschen, für die du da bist.
Innere Balance ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage dafür, deine Arbeit klar, energievoll und kraftvoll ausüben zu können. Wenn wir uns selbst bei all den Bällen des Alltags aus dem Blick verlieren, entsteht ein Ungleichgewicht. Wir funktionieren – aber wir sind nicht mehr wirklich verbunden. Weder mit uns noch mit unserer Kraft. Aus einer stabilen inneren Mitte heraus zu handeln, bedeutet nicht, weniger engagiert zu sein. Im Gegenteil: Es bedeutet, präsenter zu sein. Wach. Klar. Handlungsfähig. Der Glücksquotient erinnert uns daran, dass wir unsere eigene emotionale Energie bewusst mitgestalten können. Indem wir nicht nur für andere da sind, sondern auch für uns selbst.
Das kleine Glück bewusst entdecken:

Viele Menschen suchen Glück im Außen – im nächsten Erfolg, dem nächsten Urlaub, in Anerkennung oder dem erträumten Lottogewinn. Der uns übrigens, laut einer Studie, spätestens nach einem halben Jahr genauso glücklich oder unglücklich sein lässt wie vor dem Lottogewinn.
Doch nachhaltige Lebensfreude entsteht nicht nur in den großen Ereignissen. Sie wächst dort, wo wir beginnen, das Kleine bewusst wahrzunehmen.
Diese sogenannten „Seifenblasenmomente“ sind flüchtig – aber kraftvoll. Wenn wir ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken, verändern sie unser inneres Erleben. Gerade dann, wenn der Alltag hektisch ist, reichen schon wenige Momente, um wieder bewusst Energie zu tanken.
Was waren deine letzten bewusst erlebten Seifenblasenmomente? Halte doch ganz kurz inne und erinnere dich an einen kleinen Moment in deinem Alltag. Lass deiner Fantasie dabei freien Lauf, du wirst mit der Zeit deine ganz eigenen Seifenblasenmomente im Alltag entdecken. Hier ein paar Ideen für den Anfang:
- Ein ehrliches Lächeln.
- Ein Staunen in der Natur.
- Ein gelungener Satz im Gespräch.
- Ein Moment echter Verbindung.
- Ein tiefer Atemzug.
- Eine Tasse Tee oder Kaffee ganz in Ruhe und ohne Ablenkung
- Ein kurzer Augenblick von Stolz oder Dankbarkeit.
Ganz besonders kraftvoll und Energie gebend sind diese Momente, wenn wir ganz bewusst ins Spüren kommen. Probiere es einmal aus – spürst du den Unterschied?
Wie du Deinen Glücksquotienten im Alltag stärkst:

Der Glücksquotient ist keine starre Formel. Er ist eine Einladung zur bewussten Wahrnehmung.
Drei einfache Impulse:
- Nimm dir am Abend zwei Minuten Zeit und frage dich: Welche drei kleinen Momente haben heute gutgetan? Am besten notierst du sie – was wir „händisch“ aufschreiben, verankert sich besser im Gedächtnis.
- Halte im Laufe des Tages kurz inne und spüre: Was fühlt sich für mich gerade stimmig an? Was hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert? Und wo in meinem Körper spüre ich das angenehme Gefühl?
- Genieße bewusst und mache Alltägliches zum Mini-Ritual: deine Tasse Tee oder Kaffee am Morgen, den kurzen Spaziergang nach der Arbeit, das Musikstück, welches dich zur Ruhe bringt, bevor du schlafen gehst.
Mach daraus eine kleine Routine für dich und probiere es eine Woche lang aus und beobachte, wie sich dein Blick auf den Tag verändert.
Dabei geht es nicht um Daueroptimismus oder darum, unangenehme Gefühle zu vermeiden, wie im ersten Abschnitt schon beschrieben.
Es geht darum, die kleinen, positiven Augenblicke sehr bewusst wahrzunehmen – mehr inneres Gleichgewicht, Gelassenheit und mehr Energie für den Alltag zu gewinnen.
So kultivierst du den Glücksquotienten von 3:1, welcher unseren inneren Wachstum und unser Wohlbefinden stärkt.
Wie der Glücksquotient deine Resilienz stärkt – Hosentaschenresilienz® für den Alltag
Resilienz entsteht nicht erst in der Krise.
Sie wächst in kleinen, wiederkehrenden Momenten der Selbstwahrnehmung.
Der Glücksquotient stärkt genau diese Fähigkeit: den Blick nicht ausschließlich auf das Schwierige zu richten, sondern auch auf das, was trägt.
Wenn wir lernen, diese kleinen Momente bewusst wahrzunehmen, entsteht innerer Spielraum. Und dieser Spielraum ist es, der uns handlungsfähig hält – auch in turbulenten Zeiten.
Genau aus dieser Haltung heraus ist mein Ansatz der Hosentaschenresilienz® entstanden: alltagstaugliche Impulse, die sich leicht integrieren lassen und die helfen, immer wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Durch Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion – daraus entsteht Selbstwirksamkeit.
Nicht groß.
Nicht kompliziert.
Sondern mitten im Leben.
Neugierig, wie du diese Impulse einfach in deinen Alltag integrieren kannst? Meine Hosentaschenresilienz® liefert dir einfache Impulse, um sie direkt in deinen Alltag zu integrieren.
Eine neue Runde der Hosentaschenresilienz® ist bereits in Vorbereitung.
Wenn du dir regelmäßig kleine Impulse für deinen Alltag wünschst, trag dich gerne unverbindlich in meinen Newsletter ein – dort informiere ich dich frühzeitig über alle Details zur Hosentaschenresilienz®.




